Neue Dienstleistung: Risikoindikatoren für die historische Glasmalerei

Datenkonversion thermodynamischer Messdaten und Plots der neuen Risikoindikatoren

Thermodynamische Messdaten werden oft in Form von Grafiken für Lufttemperatur- und relativer Feuchte, Glastemperatur der Schutzverglasung, der historischen Verglasung im Luftspalt und zum Kircheninneren hin dargestellt. Die Interpretation wird dann dem Kunden überlassen.

Aus einer umfangreichen Studie der veröffentlichten Literatur der letzten 30 Jahre konnten iXtronics und Hajuveda nun Risiko-Indikatoren für die historische Glasmalerei bei Schutzverglasungen ableiten. Dabei spielen zu heiße, zu kalte, zu feuchte und zu trockene Klimata eine Rolle. Außerdem können Temperatur- und Feuchte-Wechselbeanspruchung und starke Gradienten der Temperatur und Feuchte Schäden an der Glasmalerei bewirken.

Neu ist nun, daß auch Messdaten Dritter eingelesen und in den neuen Diagrammen dargestellt werden können. Damit besteht für jeden die Möglichkeit, neben den o.g. klassischen Grafiken aussagekräftige Darstellungen der Risiken zu bekommen:

Die folgenden Plots stehen zur Verfügung:

Scatterdiagramm für einen Schnellüberblick, wie oft der optimale Bereich für die historische Verglasung verlassen wurde.
Balkendiagramm, welches zeigt, wieviele Stunden pro Monat Kondensat angefallen ist.
Balkendiagramm, welches zeigt, wieviele Stunden pro Monat die historische Verglasung zu feuchtem, zu trockenem, zu heißen oder zu kaltem Klima ausgesetzt war.
Temperaturwechselbeanspruchung um 0 Grad
Feuchtewechselbeanspruchung um 80%
Gradienten der Glastemperatur, der Lufttemperatur im Spalt und der relativen Luftfeuchtigkeit jeweils im Luftspalt und zur kircheninneren Seite hin:


Scatterdiagramm zum schnellen Überblick über die Zeiträume im optimalen und nicht-optimalen Bereich hier gezeigt am Bespiel der künstlerischen Verglasung im Luftspalt



Dieses Balkendiagramm zeigt an, wieviel Prozent der Zeit im Monat Kondensat angefallen ist am Beispiel des Schutzglases




Dieses Diagramm zeigt das thermodynamische Risiko am Beispiel der künstlerischen Verglasung luftspaltseitig. Die Glasmalerei war die meiste Zeit in einem Bereich von großer relativer Luftfeuchte und ist daher dem Risiko der Glaskorrosion und der Schimmelbildung ausgesetzt.


Dieses Diagramm zeigt die Feuchtewechselbeanspruchung rund um 80% für das künstlerische Glas innerhalb des Luftspaltes und zum kircheninneren hin.



Starke Temperatur- oder Feuchtgradienten können die Malschicht negativ beeinflussen. Hier ist das Diagramm der Gradienten der Glastemperaturen gezeigt.




Danksagung:
Diese Arbeiten sind eine eigene Fortsetzung des von der DBU geförderten und abgeschlossenen Projektes DBU Aktenzeichen 30751 „Entwicklung und modellhafte Anwendung eines neuwertigen Sensorsystems zur Überwachung der nachhaltigen Wirksamkeit von Schutzverglasungen für durch anthropogene Umwelteinflüsse gefährdete Glasmalereien am Beispiel der Wiesenkirche in Soest“. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals für die Förderung des Projektes.

Ansprechpartner: 
Hans Daams, Hajuveda Heritage, Monschau

Direktkontakt: 
hans.daams@hajuvda.solutions

Webadressen: 
https://www.hajuveda.solutions
https://ix.ixtronics.com/de/

Blog: 
https://custosaeris-d.blogspot.com




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